Impressionen | EnergieNeuDenken 2008
"Innovationen für Energiesysteme, Netze und Verbraucher"

19. und 20. November 2008
URANIA Wien


Einleitung und Ziel

Trotz aller Anstrengungen sowohl auf technischer Ebene als auch von politischer und legislativer Seite steigt unser Energieverbrauch ungebrochen an. Seit 1970 hat sich in Österreich der für die CO2-Emissionen verantwortliche fossile Primärenergie verbrauch etwa verdoppelt, wobei in der letzten Dekade ein überproportionales Ansteigen von etwa 3% pro Jahr zu verzeichnen ist.

Die aktuellen energiepolitischen Ziele einer Erhöhung der Energieeffizienz bei gleichzeitiger Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energiequellen sowie einer Minderung der CO2 -Emissionen auf ein langfristig nachhaltiges Niveau sind insgesamt einzig nur dann erreichbar, wenn der fossile Energieträgerverbrauch drastisch eingeschränkt und auf etwa drei Viertel des heutigen Wertes reduziert wird. Dazu ist neben dem verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energiequellen eine massive Effizienzsteigerung vor allem bei den Verteilnetzen und Endverbrauchern erforderlich.

Die österreichische Forschung und Technologieentwicklung ist gefordert, hier einen entscheidenden Beitrag zu leisten. Durch verbesserte Technologien, systemintegrale Gesamtkonzepte und mit Hilfe innovativer IKT-Entwicklungen kann die Systemeffizienz erheblich gesteigert und gleichzeitig die Qualität der Energiedienstleistungen verbessert werden. Das Marktpotenzial für effiziente Verbrauchstechnologien wie auch für Technologien im Bereich erneuerbarer Energien ist enorm - vor allem in Österreich, aber auch weltweit.

Unter dem Motto EnergieNeuDenken - Innovationen für Energiesysteme, Netze und Verbraucher treffen sich im Rahmen der internationalen Fachtagung am 19. November 2008 Energieexperten und Interessierte aus Industrie, Wissenschaft sowie Politik und Verwaltung, um über Innovationen zur Steigerung der Energieeffizienz im System Energiesysteme - Netze - Verbraucher zu diskutieren. Im Rahmen des Workshops am 20. November werden unter Anleitung von Professor Esslinger und seiner Design-Klasse der Universität für angewandte Kunst in Wien aktuelle, von den Teilnehmer/innen eingebrachte Themen- und Problemstellungen neu, kreativ, anders, visionär bearbeitet und dargestellt. Die Ergebnisse fließen in den Strategieprozess e2050 und in die Gestaltung zukünftiger Forschungsschwerpunkte ein.


Workshop EnergieNeuDenken

"In der Wissenschaft sind nur ganz konkrete, überschaubare Fragestellungen zugelassen. 'Utopische Dimensionen' sind ein Privileg der Künstler." *

Zur Optimierung des Energiesystems auf der Endnutzerseite sind neue Lösungen und Innovationen gefragt, die auch die Einbindung neuer Akteure in die Entwicklungsprozesse erfordern. Gemeinsam mit seiner Klasse der Universität für angewandte Kunst Wien wird Professor Hartmut Esslinger einen Workshop durchführen, der für die Teilnehmer/innen aus Wirtschaft, Industrie und Forschung neue Impulse und Ansichten ihrer aktuellen energierelevanten Problemstellungen aufzeigen wird. Originelles Denken und die Visualisierung neuer Lösungen werden gemeinsam anhand konkreter Problemstellungen erarbeitet und präsentiert.

Professor Hartmut Esslinger ist Gründer von frog design, einer international erfolgreichen Design-Agentur mit Referenzen und Kunden weltweit: von IBM bis General Electric, HP, SAP, Sky, Yahoo und Microsoft. Er wird die Anwendung der im internationalen Business bewährten Methoden frogThinkTM (www.frogdesign.com) anhand der Problemstellungen der TeilnehmerInnen gemeinsam mit seiner Klasse moderieren und für weitere Diskussionen aufbereiten.

"Wissenschafter [und Techniker] wollen Probleme lösen. Künstler möchten ihre Ideen ausdrücken. Gemeinsam ist ihnen die Neugierde und der Forschergeist." *

Im Rahmen des Workshops kommen Experten und Entscheidungsträger aus Industrie- und Gewerbebetrieben, Forschungsakteure und Planungsexperten zusammen um Anstöße für neue Lösungen im Bereich der Energieanwend ungen im Endbenutzerbereich zu erarbeiten. Ziel ist es, dass für die Teilnehmer/innen ihre eigenen Optionen zur Weiterentwicklung des Energiesystems konkret und sichtbar werden. Der Workshop unterstützt die Projektanbahnung zur Vorbereitung von Einreichungen im Programm Neue Energien 2020 des Österreichischen Klima- und Energiefonds. Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung der Forschungsstrategien des BMVIT ein.

Die Teilnehmer/innen sind eingeladen, ihre eigenen Themen und Problemstellungen einzubringen und bereits bei der Anmeldung bekannt zu geben!

[*] Zitate aus einem Interview mit dem Klang- und Medienkünstler Paul de Marinis, in "Kunst, Apparate und Technikpoeten", Ina Zwerger, Ö1 Club-Magazin "Gehört", Wien, August 2008


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Programm 2008: Ergebnisse (PDF):